Digitaler Kommunismus

Technology Review | 02.10.09 | An der Flüchtigkeitsfront.

Ein lesenswerter Text von Peter Glaser. Speziell finde ich folgenden Gedanken interessant.

Im Widerspruch zu einem marktwirtschaftlich frei fließenden Datenstrom stehen die Einkapselungen der Inhalte in die Datenkäfige des Digital Rights Management (DRM). “Eigentum ist Diebstahl” erhält auf diese Weise eine ganz neue Bedeutung, denn ginge es nach dem Willen von DRM-Falken, würde es ein Eigentum der Nutzer an digitalem Gut nicht mehr geben. Bücher, Musik, Filme oder Software, die diesen neuen Beschränkungen unterliegen, kann man quasi nur noch ausleihen, wie ein Kolchosegerät. Bei einer solchen Neubewertung des Urheberrechts scheint es im Kern darum zu gehen, das Privateigentum abzuschaffen. Der Kommunismus ist an dem Versuch gescheitert. Soll der Idee nun mit den Mitteln des digitalen Kapitalismus doch noch zum Sieg verholfen werden?

Das sollten sich die besonderen Fans des “geistigen Eigentums” mal auf der Zunge zergehen lassen. Ich denke wir müssen da einen Kompromis schaffen, der alle irgendwie befriedigt, die Kunden, die Künstler und diejenigen, die die Infrastruktur zur Verfügung stellen. Zurzeit wird von der Politik eher die dritte Gruppe berücksichtigt.

#Lobbyismus-

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