Die Wut der Hilflosigkeit

Was bringt die Menschen dazu, und gerade die Demokraten, zu glauben, dass Gewalt ein probates Mittel sei, wenn jemand nicht das tut, was man selbst will. Ich will nicht sagen, dass ich die Regierung in Iran besonders schätze und es ist sicherlich eine Bedrohung, mit der man umgehen muss, wenn dort Uran so angereichert wird, dass man es in Atomkraftwerken verwenden kann.Ich frage mich schon, wie Russland oder die USA reagieren würden, wenn wir denen das verbieten wollten.

Aber über Iran will ich hier nicht schreiben, sondern um die Stammtisch-Parolen, die mal wieder in der Politik Einzug halten. Da ist davon die rede, man solle jetzt sofort über einen Angriffskrieg nachdenken. Auch das gerade noch, wenn auch etwas schief,  im Sattel sitzende Vorstandsmitglied der Piratenpartei, Herr König äußert sich so in seinem Blog und glaubt vielleicht Basisdemokratie rechtfertige jede Form von reaktionären Parolen: POLITICOOL – Politik im 21. Jahrhundert: Zum Jahrestag der iranischen Diktatur.

Der Schrei nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit Iran ist ein Ausdruck der Angst vor dem Ungewissen, vor der Bedrohung die der menschliche Geist nicht fassen kann. Dabei übersieht man gerne die sich aus einem Krieg ergebenen längerfristigen Auswirkungen: Ist es tatsächlich sinnvoll eine Region zu destabilisieren und durch Bomben viele neue potentielle Terroristen zu schaffen, nur damit die westliche Demokratie das Gefühl hat, diese nicht fassbaren Gefahr eines atomaren Angriffs in ihre Schranken zu weisen.

Da wird eine Bedrohung in den Köpfen der Menschen aufgebaut und geschickt mit der Angst gespielt.  Vielleicht erinnert sich ja einer noch: Im Kalten Krieg war das atomare Gleichgewicht ein Garant für den Frieden! Das war auch ziemlich absurd, trotzdem haben viele das geschluckt. Es ist eine gefahr, wenn man bei der Welt, die uns umgibt immer von dem schlimmsten ausgeht.

Wer nach Krieg schreit sollte sich überlegen, was er tut!

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2 Responses to Die Wut der Hilflosigkeit

  1. Pingback: Der Brieselanger Pirat

  2. Falk D. says:

    Hier spinnt Stefan/Aaron als Verlängerung von Broders Achse des Guten / PI seine antiislamische Polemik weiter. Ich kann diese Haltung nicht mal als proisraelisch akzeptieren – mir fällt nur “dumm” oder wohlwollend “unreflektiert an der eigenen Schreibe labend” ein. Sicher zeigt Aarons Freidrehen aber, dass in der Piratenpartei derzeit niemand die Richtlinienkompetenz hat oder ausübt und das ist das eigentliche Problem.

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