Holprige Analogien

Im Focus (Kann sich die Piratenpartei auf Dauer etablieren?) wurde Herr Verhoeven wie folgt zitiert:

„Wenn Sie in einen Laden gehen, wissen Sie, dass Sie die Ware bezahlen müssen. Wieso erwarten Sie nicht das Gleiche, wenn Sie im Netz eine Ware beziehen?“

Darauf möchte ich wie folgt kontern:

Wenn ich auf der Straße herumlaufe, erwarte ich nicht, dass der Besitzer vom örtlichen Supermarkt mich anhält und meine Taschen kontrolliert, oder dass er in mein Haus einbricht und meine Sachen durchwühlt, ob ich vielleicht etwas bei ihm geklaut habe, oder dass von meinem Hausverwalter verlangt wird, dass er sicherstellt, dass ich nichts klaue.

Die Piraten sind nicht gegen das Urheberrecht, wir erwarten aber, dass eine Debatte angestoßen wird, was sinnvoll ist. Zudem muss im Internet die gleiche Rechtstaatlichkeit gelten wie auf der Straße.

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One Response to Holprige Analogien

  1. Malte says:

    Wenn Du aber auf der Straße herumläufst und die gane Zeit herumbrüllst “guck mal was ich aus dem Supermarkt mitgenommen habe” wirst Du sehr wohl damit rechnen können, dass Du zeitnah netten Besuch bekommst. Das macht dann nicht der Besitzer des Supermarktes. Der erstattet in dem Falle Anzeige. Betrachtest Du das Internet natürlich nicht als Strasse, sondern als Dein Haus und alle Nutzer des Internets als Deine persönlichen Freunde, die sich in Deiner Wohnung aufhalten, sieht die Sache anders aus. Das halte ich allerdings für etwas anmaßend. ;-)

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