Vorstandsgezänk – Mut zur Zweinigkeit

Ich liege im Bett und denke darüber nach, warum es bei den Piraten gerade so knallt. (hauptsächlich im BuVo) Vielleicht liegt es ja an unserem Unvermögen, unsere Mitpiraten so zu akzeptieren, wie sie sind. Oft wollen wir nichtmal sehen, wie die sind. Das ist sehr menschlich.

Was wir uns alle klar machen müssen: Johannes ist keine Marina, die die Themen der ganzen Piratenpartei zusammengefasst hat, wie auch immer sie dass geschafft hat.

Er vertritt ganz klar seine politischen Vorstellungen, direkt und auch mit taktischem Kalkül. Das ist etwas, was ein Politiker können sollte, oder nicht?  Er ist also kein Heiliger, aber auch kein Bösewicht oder so.

Wir müssen nur weitere Piraten etablieren, die die anderen Ansätze in die Öffentlichkeit tragen. Ansonsten jubeln die einen und die anderen weinen sich die Augen aus oder mobben Johannes.

Wenn es darum geht weitere Themen in die Öffentlichkeit zu tragen, sind für mich Bernd und Sebastian im BuVo gefragt. Insofern war Bernds Interview ein Schritt in die richtige Richtung, aber mitten hinein in die Pfütze!

Nachtrag vom 16.10.: Einen schärferen Standpunkt hierzu vertritt der Kollege @OLG12.

Mut zur Zweinigkeit!

Die Piraten müssen dringend damit umzugehen lernen, wie es ist, nicht mir einer Zunge zu reden und dafür brauchen wir auch eine bessere Streitkultur. Wir dürfen auch nicht unsere LieblingsBuVos als Gladiatoren und unsere Stellvertreter in die Arena schicken.

Für eine konstruktive Arbeit, die die meisten von uns wollen, ist es dabei notwendig dem Gegenüber und somit ALLEN anderen Piraten mit Wertschätzung zu begegnen, denn sonst wird unsere Schwarmintelligenz zu einem immerwährenden Shitstormmob.

Ein weiterer Aspekt: Die verstärkte Ausrichtung unserer programmatischen Arbeit auf die Bundestagswahl tut uns nicht gut.
Es scheint plötzlich so zu sein, als wären das BGE unser wichtigstes Thema oder als müssten wir im der Wirtschaftspolitik eine feindliche Übernahme durch die FDP verhindern.

Unsere Kerneigenleistung sollte es aber bleiben die Demokratie neu zu beleben! Das neue Betriebssystem für die Demokratie!

Zurück zum Anfangsthema: Das Interview von Bernd war nicht optimal, aber auch nicht der Weltuntergang.

Und für die Umfragenergebnisse, die zu diesem Zeitpunkt ziemlich egal sind, ist nicht der Vorstand zuständig, sondern alle Piraten.

Fazit: Nicht immer alles gleich so hochkochen lassen und die piratische Eigenverantwortung und die Schwarmintelligenz nicht vergessen. Und auch nicht immer gleich den Kopf einziehen, wenn es Sturm gibt.

Ich hoffe, dass der BuVo es schafft, sich zu zweinigen, ansonsten hole ich das Popkorn raus und genieße die Show. Bis zur Bundestagswahl ist es ja noch ein Jahr hin. Und wir können ja im nächsten Jahr einen neuen Vorstand wählen, auch wenn das wahrscheinlich die Probleme nicht lösen wird.

Mir tun nur die Niedersachsen ein bisschen leid.

This entry was posted in Piratenpartei, Politik, Tagesgeschehen, Zwischen den Zeilen and tagged , , , . Bookmark the permalink.

One Response to Vorstandsgezänk – Mut zur Zweinigkeit

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s