Bongs-Eindrücke

Auf der Fahrt zum #BPT122 war es draußen neblig und die Landschaft ist schnell am Zug vorbeigeflogen. Dieser Nebel verhindert wohl auch den Blick auf unsere Inhalte, den die fremdinduzierte öffentliche Meinung über die Piraten hat. Von solchen Parolen lasse ich mich nur ungern aus der Ruhe bringen, denn erwarten wir wirklich, dass unsere Gegenspieler uns applaudieren?

Zugegeben, das GO-getrolle am ersten Tag hätte nicht sein müssen. MIch nerven die Leute, die immer so lange abstimmen wollen, bis ihnen die Ergebnisse passen! Und rechtfertig der Begriff “nationale Identität” es tatsächlich, einen ansonsten guten Antrag abzulehnen? Schwamm drüber!

Auf dem Weg zum Parteitag

Die Programmatik der Piraten ist in vielen Punkten detaillierter, als die von anderen Parteien und dadurch auch manchmal widersprüchlich. Das ist eine Folge unserer Arbeitsweise und gerade diese ist ein wesentlicher Bestandteil der Mitmachpolitik 2.0, für die wir stehen. Also lasst sie reden und streitet nichts ab, was eher ein Feature, als ein Bug ist. Das braucht aber Zeit, was viele in unserer gehetzten Zeit nicht mehr gewohnt sind. Vielleicht haben auch einige Journalisten Angst, dass es ihre Zeitung nicht mehr gibt, bis die Piraten ein für ihre Begriffe vollständigiges Programm haben.

In Bochum sind wir jetzt ein ganzes Stück vorangekommen. Wir sind in der Wirtschafts-, Umwelt- und Gesundheitspolitik ein gutes Stück weiter. Leider ist der Zeitreiseantrag nicht angemommen worden, sodass wir keinen Besuch aus der Zukunft bekommen werden, der uns sagt, ob wir das richtig gemacht haben. Die Diskussion über diesen Punkt fand ich sehr befruchtend, denn er hat ein bisschen die Verbissenheit einiger karikiert. Wie wollen wir eine moderne Politik machen, wenn wir uns nicht über uns selbst nicht lustig machen können?

Ich denke bei der Wirtschaftspolitik müssen wir noch nacharbeiten, aber jetzt ist ein Anfang gemacht. Mir ist wichtig, dass wir nicht versuchen den ausgetretenen Wege der etablierten Parteien zu folgen, sondern darüber nachdenken, wie unsere Zukunft aussehen soll. In diesem Sinne sind Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht so leicht zu trennen, wie es oft gemacht wird. Wir müssen Konzepte finden, die Verknüpfungen zwischen einzelnen Politikbereiche besser in der politischen Arbeit abzubilden.

Den Programmantrag zum Jugendschutz fand ich übrigens sehr piratisch und er unterstreicht unsere libertären Wurzeln, die ich bei einigen anderen Anträgen manchmal vermisst habe.

Danke an alle, die nicht mit unendlichen Anträgen zur Wahlwiederholung genervt haben, an die Organisatoren und die Versammlungsleitung, die Akkreditierungspiraten und diejenigen, die dafür gesorgt haben, dass überhaupt Anträge da waren, über die wir reden konnten! #Flausch
Danke auch für die Gespräche und den Ideenaustausch zwischendurch und am Abend bzw. in der Nacht. Das hat Spaß gemacht und war zugleich inspirierend.

Jetzt sitze ich im ICE zurück in den Norden und draußen ist es dunkel. Bald ist Weihnachten und im nächsten Jahr krempeln wir die Ärmel wieder hoch und machen mit unseren Themen einen super Wahlkampf!

Ergänzung: Eine sehr gute Zusammenfassung der Ergebnisse findet man bei http://blog.nlohmann.me/20121124/bpt-20122/

Den Artikel “Die große Chance der Piraten” aus dem Cicero halte ich für zutreffend: http://www.cicero.de/berliner-republik/die-grosse-chance-der-piraten/52683

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